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Nie ustawiaæ kolejno¶ci ¶wiadczeñ lekarskich kosztem chorych psychicznie osób / psychiatria musi byæ pod nadzorem!
Rationalisierung,
Priorisierung und Rationierung. Was kommt auf uns zu bei der Versorgung
von Menschen mit psychischen Erkrankungen? - Das ist das Thema des 7.
Hauptstadtsymposiums, das die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie,
Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) gemeinsam mit der
Bundesärztekammer (BÄK) am 2. Februar 2010 in Berlin veranstaltet. Mit
dem Symposium leistet die DGPPN einen Beitrag zur Debatte, wie die
psychiatrische Versorgung gerecht und transparent gestaltet werden kann.
Das Gesundheitswesen in Deutschland steht vor dem Umbruch. Die von der
Politik lange Zeit propagierte Rundumversorgung wird man auf Dauer
nicht aufrechterhalten können. Die Debatte um die Frage, wie
medizinische und hier insbesondere ärztliche Leistungen angesichts des
bestehenden Mangels an Ressourcen gerecht und transparent verteilt
werden sollen, ist nicht neu. Die Beschlüsse der Ärztetage in den
Jahren 2008 und 2009 rückten diese Frage in den Mittelpunkt der
öffentlichen Aufmerksamkeit. So wendet die deutsche Ärzteschaft sich
deutlich gegen die Rationierung und Streichung von medizinischen
Leistungen. Auch das Fachgebiet "Psychiatrie und Psychotherapie" muss
sich der Frage nach einem verantwortungsbewussten Umgang mit knappen
Mitteln stellen. Führende Vertreter des deutschen Gesundheitswesens
diskutieren am heutigen Dienstag, den 2. Februar 2010, auf Einladung
der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und
Nervenheilkunde (DGPPN) und der Bundesärztekammer (BÄK) über das Thema
"Rationalisieriung, Priorisierung, Rationierung. Was kommt auf uns zu
in der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen?"
Die Dringlichkeit der Debatte wird noch zunehmen. So steigt aufgrund der demografischen Entwicklung die Zahl der Menschen mit altersbedingten neurologisch-psychiatrischen Erkrankungen wie beispielsweise der Alzheimer-Demenz oder der Depression. Hinzu kommt, dass seit Jahren psychische Störungen die häufigste Ursache für Frühberentungen sind, und der Anteil von psychischen Störungen als Ursache für Arbeitsunfähigkeitstage und -fälle in den letzten rund 15 Jahren um 70 bis 80 Prozent gestiegen ist. Dem wachsenden Versorgungsbedarf stehen jedoch begrenzte finanzielle und personelle Mittel gegenüber. Schon jetzt befindet sich das psychiatrische Versorgungssystem laut eines Gutachtens der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in einer Schieflage. Problematisch ist neben der regionalen Ungleichmäßigkeit der Versorgung psychisch Kranker vor allem eine verdeckte Priorisierung und Rationierung, denen das Fachgebiet Psychiatrie und Psychotherapie genauso wie das gesamte Gesundheitswesen ausgesetzt ist: o Patienten müssen teilweise unzumutbar lange auf Behandlungstermine warten, o Die Fallzahlen und Entgelte sind zwischen niedergelassenen Nervenärzten und Psychiatern auf der einen Seite und den niedergelassenen Psychotherapeuten auf der anderen Seite zu Ungunsten der ärztlichen Seite verteilt, o Kassenpatienten werden bei Wartelistenentscheidungen benachteiligt, o Die von der Psychiatrie-Personalverordnung vorgegebenen Richtzahlen zur Personalausstattung psychiatrischer Krankenhäuser und Fachabteilungen werden aus Kostengründen nicht erfüllt, o Menschen mit psychischen Erkrankungen werden im Bereich der privaten Krankenversicherung ausgeschlossen oder nur mit Risikozuschlägen aufgenommen. o Es macht sich ein zunehmender, momentan noch regional begrenzter Ärztemangel bemerkbar. Nach Ansicht der DGPPN gibt es kein grundsätzliches Argument gegen eine Priorisierung in der Psychiatrie. Die internationalen Erfahrungen in der Psychiatrie und anderen klinischen Fachgebieten zeigen allerdings - sofern eine Übertragbarkeit auf Deutschland in Anbetracht der grundlegenden Unterschiede der Versorgungssysteme überhaupt möglich ist - dass die erwünschten Steuerungseffekte kaum erreicht wurden. Priorisierungsvorschläge müssen in jedem Fall wissenschaftlich begründet und unter Beteiligung von Leistungserbringern, Kostenträgern, Fachgesellschaften, den Betroffenen und ihren Angehörigen entwickelt werden. Doch auch der offene Diskurs hat nach Ansicht der DGPPN seine Grenzen: Priorisierungs- oder Rationierungs-entscheidungen dürfen auf keinen Fall zu Lasten von Menschen mit psychischen Erkrankungen ausfallen. Weitere Informationen:
URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news353733 http://idw-online.de/pages/de/news353733 ¶roda, 03 lutego 2010, kultur
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